2:4 Heimniederlage gegen Eintracht Ludwigslust

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Spielberichte - Spielberichte 2.Männermannschaft 2014/15

Am Ende des mittlerweile neunten Saisonspiels verloren die jungen Akteure der HSV-Reserve unglücklicherweise gegen den Gast aus Ludwigslust mit einem 2-4. Bereits in der frühen Anfangsphase der Begegnung war es zu spüren, dass sich die Hagenower an diesem Spieltag einiges vorgenommen haben. Die rund 75 Zuschauer sahen ein gutes Passspiel und eine couragierte Abwehrleistung, die es dem Gegner deutlich schwer machte, eigene Chancen zu kreieren. Jedoch fehlte es leider an der nötigen Durchschlagskraft der Offensivreihen, die das gute Aufbauspiel nicht direkt in Tore umsetzen konnten. Somit konnten in den ersten zehn Minuten weder Normen Backhaus, der aus beruflichen Gründen in der Vergangenheit nicht auf dem Rasen stand, noch Marcel Konrad für den ersehnten Torjubel sorgen. Backhaus' Schuss wurde kurz vor dem Strafraum von einem Verteidiger abgeblockt, währenddessen Konrad das Ziel mit einem satten Rechtsschuss nur knapp verfehlte. Nach dem anfänglichen Bemühen der Hagenower, denen es gelang die Räume eng zu halten und somit der Eintracht aus Ludwigslust lang-geschlagene Bälle aufzuzwingen, gestaltete sich nun ein leicht zerfahrenes Spiel beider Mannschaften. Im Zusammenhang dazu kam es nun auf hagenower Seiten vermehrt zu fehlerbehafteten Spielzügen nach dem Ballgewinn und erfolglosen Dribblings in der Spielzentrale. Man forcierte das Flügelspiel nur minimal und musste sich nun mit einigen Fouls wehren, um das Angriffsspiel des Gegners zu unterbinden. In der 25. Minute kam es folglich zu einer von vielen Standardsituationen, welche der Freistoßschütze des Gegners aus guter, halb-rechter Position nicht nutzen konnte. Auf beiden Seiten waren nun des Öfteren Distanzschüssen zu vermerken, da beide Abwehrketten gute Leistungen boten. Als dann in der 30. Spielminute ein Stürmer der Ludwigsluster temporeich zum Tor zog, obwohl Steven Reichstein den Ball kurz zuvor pariert hatte, krachten beide Spieler ineinander und der Gegenspieler musste vollkommen benommen auswechselt werden. (Auch auf diesem Weg wünscht der HSV dem Akteur eine schnelle Genesung!) Nach einer länger-andauernden Unterbrechung gelang den Gästen nach einem hohen Pass in die Tiefe, der von den Verteidigern des HSV unterlaufen wurde, der Führungstreffer. Dabei war Steven Reichstein machtlos, als der Stürmer diesen gekonnt an ihm vorbei legte. Dies sollte die Hagenower trotzdem nicht unterkriegen, die nun wiederholt ihre Chancen in der Offensive suchten. Bedauerlicherweise konnte Dave Kuckling nicht den Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit markieren, nachdem er ansehnlich durch eine Passkombination von der rechten Seiten am linken Eck des Strafraums freigespielt wurde. Somit ging es mit einem Rückstand in die Umkleideräume.

Die beiden HSV-Trainer mussten es nun versuchen, ihr Team taktisch optimal auf die 2. Hälfte einzustellen und es im gleichen Zug dazu motivieren, den Kampf anzunehmen und das Ergebnis zu drehen. Als die Partie dann wieder angepfiffen wurde, zeigten die energische Ansprache wohl deutlich Wirkung und der HSV konnte den Ausgleich in der 46. Minute durch John Räth feiern. Nach einem Ballgewinn schaltete sich der Defensivmann vorne ein und konnte den Ball nach einer wahren Kampfleistung von Dave Kuckling im Strafraum irgendwie über die Torlinie bringen. Danach jedoch gelangen den Hagenowern leider zu wenige Offensivaktionen und die Gäste gingen erneut durch eine vermeintliche Abseitsposition in der 58. Minute in Führung, die der Schiedrichter ungeahndet ließ. In den anschließenden Minuten kam es noch bitterer aus HSV-Sicht: in der 69. und 78. Spielminute konnten die Gegner ihre Führung weiter ausbauen und Franz Brockmöller, der dauerhaft gute Leistungen präsentierte, musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Ohne die direkte Einwirkung eines Gegenspielers riss sich der Innenverteidiger nach jetzigen Erkenntnissen das Außenband, nachdem er umknickte. (Auch dir Franz wünscht der gesamte HSV eine schnelle Genesung und ein noch stärkeres Comeback!)

Die Begegnung spitzte sich nun vermehrt zu, weil die Gäste ihre Führung festigen wollten und die HSV-Spieler den aktuellen Spielstand zu berichtigen versuchten. Deshalb musste der Schiedsrichter vermehrt auf Karten zurückgreifen, um die aufkeimende Härte zu unterbinden. In der Schlussphase warfen die Spieler durch den Mut der Verzweiflung nochmals alles nach Vorne und kamen in der 85. Minute nach einem von Räth hereingebrachten Freistoß vom Mittelkreis durch Daniel Jehring per Kopfball zum Anschlusstreffer. Auch der aufgerückte Verteidiger Lissovski hätte das Resultat noch verkürzen können, nachdem er nach einer flachen, scharfen Flanke von Kuckling den Ball am 5-Meter-Raum nicht richtig traf und damit das Ziel verfehlte. In der Nachspielzeit der kämpferischen Partie überschlugen sich nochmals die Ereignisse: Julian Klimaschka und ein Eintracht-Spieler sahen beide wegen einer angeblichen Tätlichkeit die rote Karte, nachdem zuvor auf Freistoß für den HSV entschieden wurde und es zu einem Gemenge kam. Nach diesem Vorfall beendete der Schiedsrichter das Spiel und die Hagenower mussten eine 2-4 Heimniederlage hinnehmen.

Wiederholt muss man leider mit gesenkten Köpfen den Platz verlassen und hinzukommend noch den Ausfall zweier wichtiger Spieler kompensieren. Trotzdessen schlug sich die Truppe des HSV II. gut und agierte das gesamte Spiel als kämpferische Einheit mit Siegeswillen. In der kommenden Trainingswoche sollte man nun die Chancenverwertung optimieren und vorhandene Fehler in der Mannschaft abstellen!

NUR DER HSV!

Der HSV mit: Reichstein, Brockmöller, Lissovski, Räth, Rielandt, Schröder, Klimaschka, Jessel, Konrad, Backhaus, Kuckling, Heidtke, Jehring, Selivanov

   

Weitere Bilder vom Spiel findet ihr in der Bilder-Galerie