HSV-Reserve weiter sieglos

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Spielberichte - Spielberichte 2.Männermannschaft 2014/15

In einem an Höhepunkten armen Spiel, setzte sich der Lokalrivale aus Wittenburg am Ende glücklich, aber durchaus verdient, mit 1:0 in Hagenow durch. Glücklich, weil die Gastgeber kurz vor Spielende fast noch den Ausgleichstreffer erzielt hätten, aber doch über den WSV-Kasten zielten.


Zuvor sahen die knapp 50 Zuschauer eine von beiden Seiten engagiert geführte Partie, in der in beiden Strafräumen wenig passierte. Die Hagenower-Reserve startete eigentlich gut in die Partie und erspielte sich in der Anfangsviertelstunde ein leichtes Übergewicht, woran es fehlte, waren klare und zwingende Torchancen. Außer einem Distanzschuss von Claas Schröder und ein paar Flanken die keinen Abnehmer fanden, hatte der WSV-Schlussmann bis dahin einen ebenso ruhigen Nachmittag verlebt, wie sein Gegenüber Fabian Barth im Hagenower Tor. Passend zur derzeitigen Situation der Hagenower bewiesen die Gäste den vielzitierten "Killerinstinkt" und vollendeten den ersten Angriff direkt zum 1:0. Nach einem Eckball wurde ein WSV'er sträflich allein gelassen und bedankte sich per Kopf - 0:1. (24.) Diesen Rückschlag mussten die Gastgeber ersteinmal verdauen und da auch die Gäste am heutigen Tage offensiv zunächst wenig in Erscheinung traten, spielte sich das Spielgeschehen meist um die Mittellinie herum ab. Das die Gäste mit dem zweiten Torschuss nicht gar noch auf 2:0 erhöhen konnten, verdankten die Gastgeber ihrem Schlussmann Fabian Barth, der bei einem Schussversuch direkt zur Stelle war und zur Ecke klärte. Bis zum Pausenpfiff wurde es nur noch zweimal gefährlich, als Claas Schröder im Strafraum zu Boden ging und nach einer Flanke von Dimitri Selivanov, die jedoch auch diesmal keinen Abnehmer im Strafraumzentrum fand.


Wie schon in Halbzeit eins wollten die Hagenower weiter aus einer geordenten Defensive heraus das Spiel eröffnen und dann schnell in die gefährliche Zone vor dem WSV-Tor gelangen, die Gäste warteten weiter auf Konter und spielten diese teilweise gut aus und sorgten so immer für Gefahr in der HSV-Defensive. Nachdem das spielerische Geschehen kaum noch für wirkliche Unterhaltung sorgte, rückte nun der SR in den Blickpunkt der Zuschauer und Funktionäre. Kleinere Diskussionen mit Zuschauern, Freistoßentscheidungen für ein Team wurden, trotz klarer Gestik zuvor, kurzerhand umentschieden, nur um zwei Beispiele zu nennen. Glücklicher Weise betrafen diese teilweise korriosen Entscheidungen beide Mannschaften, nur einmal lagen die Meinungen außeinander, als ein Wittenburger einem Hagenower durch's Gesicht wischte und anschließend noch leicht schubste. Wer nun dachte dies sei eine klare Angelegenheit sah sich getäuscht, mit einer Ermahnung und einem Freistoß ging die Partie weiter. Fussballerisch bot diese jedoch weiterhin nur Magerkost. Der HSV rannte weiter an, ohne sich wirkiche Chancen zu erarbeiten, die Wittenburger konnterten gefällig und erzielten das vermeintliche 2:0, welchem gleich zweimal aufgrund einer Abseitsstellung wohl zurecht die Anerkennung verweigert wurde. Schon in der Nachspielzeit folgte dann die wohl beste Gelegenheit der Gastgeber. Ein langer Ball in den Strafraum konnte nicht entscheident geklärt werden, John Räth rutschte in den freien Ball und versuchte sein Glück, doch der Ball flog über den Querbalken und es blieb beim 1:0 für den Wittenburger SV.


So bleiben die Hagenower auch im vierten Spiel in Folge ohne Punktgewinn. Die Wittenburger hingegen schafften mit diesem Sieg wieder den Anschluss an die oberen Tabellenplätze und zeigten, dass sie gerade bei Kontern sehr gefährlich agieren und verdienten sich diesen Erfolg auch aufgrund der Mehrzahl an Torchancen und einem guten Defensivverbund. Die junge HSV-Truppe zeigte sich trotz der Niederlage in verbesserter Form, jeder war bemüht seinen Teil zum Erfolg beizusteuern und rieb sich auf, einzig das lang ersehnte Erfolgserlebnis ließ weiter auf sich warten.

HSV: Barth - Selivanov, Lissovskij, Jehring, Räth - Jessel, Rudolf, Rielandt (46.Konrad), Domke (60.Kuckling), Heidtke - Schröder