HSV-Reserve verspielt Führung beim Tabellenführer

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Spielberichte - Spielberichte 2.Männermannschaft 2014/15

Zuletzt durften sich die jungen HSV-Männer über zwei verdiente Erfolgserlebnisse freuen, sodass man die Auswärtsreise mit einer sogenannten "breiten" Brust zum amtierenden Tabellenführer nach Dabel antrat. Bei für die Jahreszeit guten Rahmenbedingungen schwor sich die Reserve des HSV durch die Ansprache von Fabian Barth im Kreis ein und war deutlichst gewillt, dass Spiel zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Nachdem es laut "Wir sind ein Team!" hallte, begangen die Spieler ohne jegliche Furcht vor dem Spitzenreiter ihre Stärken durchzusetzen und nicht nur zu verteidigen, sondern selbst blitzschnell in die gefährliche Zone des Gegner zu gelangen. Zunächst gestaltete sich also ein ausgeglichenes Spiel beider Teams auf dem durchaus kleinen Spielfeld, was der Spielphilosophie des SV Dabel erkennbar entgegenkam. Der HSV-Defensivverbund wurde vor allen Dingen durch die weit-geschlagenen Bälle aus der gegnerischen Spielhälfte gefordert, auf welche man sich jedoch nach und nach gut einstellen. Dabei verstanden es die Verteidiger, den Gegner immer wieder ins Abseits laufen zu lassen. Der Schiedsrichter entschied zumeist souverän und pfiff die SVD-Stürmer zurück, was bei der etwas fragwürdigen Anhängerschaft der Heimmannschaft auf lautstarke Proteste stoß. Bedauerlicherweise muss man klar festhalten, dass die entgegen gebrachten Aggressionen mehr und mehr in den Mittelpunkt der Partie rückten, was dem Spielgeschehen natürlich nicht gut tat. Vor allem Dave Kuckling, aber auch John Räth wurden vollkommen übertrieben zu Fall gebracht, jedoch konnte man leider durch die daraus resultierenden Standardsituationen nicht gefährlich vor's Tor kommen. Besser machte das Team dies allerdings bei weiteren Freistößen und Eckbällen, so war es ein Kopfball von Daniel Jehring, der auf der Linie gerade noch so geklärt werden konnte (26.) und auch Robert Dietrich sorgte erneut durch einen Freistoß aus dem Halbfeld für Gefahr, nachdem er den Ball aus dem Gemenge heraus knapp am Pfosten vorbei schlenzte. (34.) Die Mannschaft präsentierte nun zum Ende der ersten Halbzeit weiterhin eine konzentrierte Leistung, die durch schnelle Konter geprägt war. Anzumerken ist auch die wiederholt starke Leistung von Dimitri Selivanov, der sich auf seiner neuen Position als Rechtsverteidiger sowohl im Zweikampf zu behaupten wusste und trotzdem riesige Räume im Offensivspiel für die Mannschaft aufriss. Leider konnte man aufgrund der zu ungenauen Abschlüsse kein Tor im ersten Durchgang verbuchen und weil man hinten gewohnt stark stand, ging es mit einem 0-0 in die Kabinen.

Die Trainer waren offensichtlich mit der Leistung ihres Teams im Allgemeinen zufrieden, ermahnten die Spieler allerdings vor einer zu hoch kochenden Atmosphäre und der damit verbundenen fehlenden Konzentration. Denn selbst beim Gang in die Kabinen konnten sich alle Hagenower lautstarke Beleidigungen anhören. Als der Schiedsrichter das Spiel endlich wieder anpfiff, blieb man sichtlich cool und reagierte gar nicht erst auf die zunehmend harte Gangart des Gegners. Ein durchdachter Spielaufbau und ein klasse Teamgeist sorgten nun dafür, dass die HSV-Männer nun verstärkt auf einen eigenen Torerfolg drängten. Möglicherweise ist dies auch teilweise an der schwindenden Kondition der Gegenspieler begründet. Eine ansehnliche Kombination zwischen Florian Jessel und John Räth auf der Außenbahn wurde unberechtigt abgepfiffen, ein Schuss von Claas Schröder abgeblockt und eine Einzelaktion von Dave Kuckling im letzten Moment vom Gegner unterbunden. All dies waren Anzeichen für einen späteren Torerfolg und in der 65. Spielminute konnte man dann auch verdient jubeln: Daniel Jehring spielte einen hervorragenden Ball aus dem Mittelkreis heraus in die Schnittstelle auf Dave Kuckling, der den Ball klasse mitnahm, auf's Tor zog, den Keeper umspielte und gekonnt einschob. Wie auch in den Spielen davor jubelten alle Akteure zusammen und waren nun noch mehr motiviert, dieses Ergebnis über die Zeit zu bringen. Nach der Führung drückte Dabel allerdings sehr auf den Ausgleich und die Hagenower ließen sich leider in die eigene Hälfte drücken. Für Entlastung konnte man kaum noch sorgen und somit fiel in der 82. Minute der Ausgleich in der einzigen starken Phase des Gastgebers. Nach einem vorerst geklärten Eckball wurde der Ball nochmals in den Strafraum gebracht und von einem SVD-Spieler per Kopf im Tor untergebracht. Man verlor nun den Faden im eigenen Spiel und musste kurz vor Schluss sogar den Rückstand verkraften, wovon man sich nicht mehr erholen konnte. (89.)


Die HSV-Reserve zeigte wie schon in den Spielen zuvor ein ansehnliches, beherztes Spiel und bestätigt die positive Entwicklung des Teams. Auch gegen Teams der oberen Tabellenplätze verstand man es, mutig nach Vorn zu spielen und im Gegenzug auch in der eigenen Hälfte harte Zweikämpfe anzunehmen. Obwohl man dieses Spiel bedauerlicherweise spät verlor', können sich alle Beteiligten mit einem gutem Gewissen auf Weihnachten freuen, denn nach der anstehenden Vorbereitung auf die Rückrunde wird man mit solchen Leistungen Erfolge feiern dürfen.

NUR DER HSV!

Der HSV mit: Barth, Selivanov, Nitsche, Lissovski, Räth, Klimaschka, Jehring, Jessel, Kuckling, Schröder, Dietrich, Domke

 

 
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