Vom Sorgenkind zur Zukunftshoffnung

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Spielberichte - Spielberichte 2.Männermannschaft 2014/15

Am 15.06. diesen Jahres war es offiziell, die zweite Mannschaft des Hagenower SV's musste den Gang in die Kreisoberliga antreten und entwickelte sich im Laufe der abgelaufenen Spielzeit zum Sorgenkind des Vereins. Aus den unterschiedlichsten Gründen verließ eine Vielzahl von Spielern anschließend den Verein und von 39 ! eingesetzten Akteuren (inkl. 8 Spieler aus der ersten Vertretung die eingesetzt wurden), blieben Trainer Enrico Kirstein nur knapp eine Handvoll Spieler um einen Neuanfang zu wagen.


Der einzig glückliche Umstand war es, dass man mit einigen jungen Spielern aus der Jugendabteilung rechnen konnte und so genügend Potential und vorallem Spielermaterial zur Verfügung stand. Zwei abgesagte Spiele, die aufgrund von Spielermangels noch in der vergangenen Saison zu Buche standen, sollte es nicht nocheinmal geben. Nach der gemeinsamen Sasionvorbereitung beider Herrenteams wollte die neuformierte Hagenower-Reserve auch im Punktspielbetrieb voll durchstarten, doch die eigens hoch gesteckten Ansprüche, konnten vorerst nicht erfüllt werden und das erste Heimspiel zum Saisonauftakt ging mit 0:1 gegen den SV Sukow verloren.


Anfangs viel "Lehrgeld" gezahlt


Der anschließende 6:1 Erfolg in Ludwigslust sorgte zwar ersteinmal für Entspannung im Hagenower Lager, sollte aber vorerst das einzige Erfolgserlebnis in den kommenden Wochen bleiben. In den folgenden Partien musste man sich dem SV Traktor Zachun ebenso mit 3:2 geschlagen geben, wie eine Woche darauf dem FSV Strohkirchen.  Aus beiden Begegnungen hätte man durchaus mehr mitnehmen können, so ging man in Zachun früh in Führung und musste erst in den Schlussminuten den entscheidenden Treffer gegen den FSV Strohkirchen hinnehmen. Das vielzitierte "Lehrgeld" zahlten die Hagenower dann aber spätestens in Boizenburg, als man trotz Überlegenheit, Überzahl und großem Chancenplus nur einen Zähler mit aus der Fliesenstadt nach Hause brachte (2:2). Das nun schon wesentlich angespanntere Nervenkostüm der jungen Mannschaft sollte im Spiel darauf nochmals auf die Probe gestellt werden, als man einen sichergeglaubten Sieg fast noch aus der Hand gab. Führte man gegen den TSV Vietlübbe bis zur 75. Minute noch mit 2:0, so stand es fünf Minuten später schon 2:2 Unentschieden und es bahnte sich der nächste Rückschlag an. Florian Heidkte's Doppelpack und einer absoluten Willens- und Mannschaftsleistung war es aber zu verdanken, dass man am Ende doch mit 4:2 die Oberhand behielt. In dieser Phase der Saison sammelten die ersten Spieler auch Erfahrungen in der Landesliga und wussten durchaus zu überzeugen. Fabian Barth vertrat Patrick Tack fehlerlos im Hagenower Tor, John Räth zeigte in seinem ersten Spiel eine starke Leistung und erzielte sogar einen Treffer gegen den Neumühler SV und Dimitri Selivanov durfte beim 4:1 Heimerfolg gegen den Lübzer SV erstmals Landesligaluft schnuppern. Nach dem letzten Heimerfolg gegen den TSV Vietlübbe reiste man hoffungsvoll zur Lübzer-Reserve und ging zweimal in Führung, ehe man in den Schlussminuten wieder den K.O. hinnehmen musste. (3:2) Als man anschließend auch Eintracht Ludwigslust (4:2), dem FSV Leezen (2:0) und dem Wittenburger SV (1:0) unterlag, rutschte man endgültig in die Abstiegsränge, zeigte aber fussballerisch bessere Leistungen als noch zuvor - einzig die Ergebnisse stellten sich noch nicht ein.


Defensivarbeit das Mittel zum Erfolg


Das Trainergespann Kirstein/Wapenhans mahnte schon zu Saisonbeginn an, dass es nicht nur nach vorne gehen konnte und man besann sich zunehmend mehr auf die Defensivarbeit. Die ersten Früchte hätte man schon fast gegen den Wittenburger SV geerntet, wäre man nicht bei den Standards unaufmerksam gewesen - so musste man eine weitere Woche Geduld beweisen. Diese Geduld wurde dann aber belohnt, als man sich mit 6:0 in Goldenstädt durchsetzen konnte und endlich auch in der Defensivbewegung gut arbeitete. Claas Schröder steuerte an diesem Tag gleich vier, seiner bisherigen acht, Saisontore bei und avancierte damit zum erfolgreichsten Torschützen der Mannschaft. Mit dem Erfolgserlebnis aus Goldenstädt im Rücken wollte man gegen den SV Plate II an die gezeigte Leistung anknüpfen, schoß aber ersteinmal den Plater Schlussmann berühmt und kassierte den überraschenden 0:1 Rückstand. Nach dem Seitenwechsel drehte man das Spiel aber völlig verdient in ein 3:1 und machte einige Plätze in der Tabelle gut. Zum Abschluss der Hinserie präsentierten sich die Hagenower beim Tabellenführer aus Dabel achtzig Minuten als Spielverderber und führten mit 0:1, ehe man - wie einfach zu häufig in der Serie - Minuten vor dem Abpfiff noch den Doppelschlag hinnehmen musste und mit 2:1 unterlag.


Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten


Sepp Herberger wusste schon früh um die Bedeutung der gesamten Spielzeit, unsere Nachwuchshoffnungen mussten diese erst kennenlernen wie es scheint. Anders sind sechs Gegentore in den letzten zehn Spielminuten nicht zu erklären, ließ man dadurch doch mindestens drei weitere, wichtige Zähler liegen. Aufgrund der vergangenen Spiele kann man aber festhalten, dass sich die junge Mannschaft auf einem guten Weg befindet und sich trotz der mageren Punktausbeute weiterentwickelt hat. Gelingt es in der Rückserie das vorhandene Potential häufiger abzurufen, kann die Rückserie eine Erfolgreiche werden und dem ein oder anderen gelingt vielleicht auch der Sprung in den Kader der ersten Mannschaft.

 

 
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