Punkte und zwei Spieler verloren

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Spielberichte - Spielberichte 1.Männermannschaft 2016/17

Der Co-Trainer von Verbandsliga-Aufsteiger Hagenower SV, Tino Kruse, musste nach der 1:3-Heimniederlage gegen den FSV Einheit Ueckermünde erst einmal Luft ablassen: „Das fühlt sich beschissen an. Du kommst mit zwei Mann weniger zurück und kriegst dann so einen Nackenschlag. Wir dürfen nicht mit dem Schiedsrichter hadern. Wir hätten einfach unsere Chancen nutzen müssen.“ Neben einer Menge Frust geht aus diesen Worten auch hervor, dass in den 90 Minuten zuvor einiges passiert war.

In der Anfangsphase brachten die Hagenower nicht viel zu Stande, agierten viel zu hektisch. Ihr Aufbauspiel beschränkte sich zumeist auf herausgeschlagene Bälle, die keinen Abnehmer fanden. Die Gäste traten da etwas strukturierter auf und gingen früh in Führung. Einen ersten Schuss konnte Hannes Klose noch blocken. Über Umwege landete der Ball bei Tim Beyer, und der visierte platziert das lange Eck an (16.).

Die nächsten beiden Hochkaräter gehörten aber dem HSV. Erik Zschaubitz nutzte auf der linken Seite seine Schnelligkeit und zog eine Flanke in den Strafraum. Danilo Grewe legte per Kopf für Robert Dietrich auf, dessen Seitfallzieher der Ueckermünder Keeper reflexartig abwehrte. Beim Nachschuss stand Dietrich unfreiwillig im Weg (29.).

In der 36. Minute war eigentlich der Ausgleich fällig. Zschaubitz nahm einem gegnerischen Abwehrspieler den Ball ab und bediente Dietrich, der freistehend die Latte traf.

Auch die erste nennenswerte Szene nach der Pause gehörte der Heimelf. Bei einem Freistoß von Jan Geese schien Robert Dietrich so überrascht, dass er den durchrutschenden Ball nicht aufs Tor brachte (53.). Dietrich stand gleich wieder im Mittelpunkt, kommentierte eine Einwurfentscheidung des Assistenten und sah wegen Meckerns und anschließenden abfälligen Klatschens innerhalb weniger Sekunden erst Gelb und dann Gelb/Rot (54.).

Damit nicht genug. Wenig später bekam Klose für ein Foul zu Recht den gelben Karton gezeigt. Und nach der anschließenden „Rudelbildung“ war das Spiel für ihn ebenfalls vorzeitig beendet (63.). Der Schiedsrichter zeigte dem beteiligten Ueckermünder Gelb („Provokation“) und dem HSV-Verteidiger Gelb/Rot („Reaktion“). Das konnte man im Hagenower Lager nicht nachvollziehen, fühlte sich im weiteren Verlauf „massiv benachteiligt“.

Zwischen diesen beiden Szenen vergab Marco Schwabe die Riesenchance zum 1:1, als er frei vor dem Tor Nerven bewies (58.). Die Gäste gingen mit der doppelten Überzahl alles andere als souverän um. Das zeigte sich insbesondere in der 77. Minute. Marcus Noack überwand seinen Keeper Christopher Priem mit einer missglückten Kopfball-Rückgabe – Hagenow war wieder im Spiel.

Priem verletzte sich bei der Rettungsaktion, biss aber nach längerer Verletzungspause auf die Zähne. Ihm blieb gar nichts anderes übrig. Sein Ersatzmann, Tim Beyer, stand an diesem Tag als Stürmer auf dem Feld und machte in der 88. Minute nach dem 1:0 tatsächlich sein zweites Tor. Der HSV riskierte daraufhin noch mehr und kassierte mit der letzten Aktion der Partie noch das 1:3 (90.+4).

NUR DER HSV!!!

 

 
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